Montag, 10. März 2008



St. Johns Medical College Hospital

Ich gebe zu, seit ich in Indien bin, vernachlässige ich meine e-mail Kontakte und die Einträge im Blog ganz schön, da die Internet“hütte“ hier auf dem Gelände leider nur über uralte Computer verfügt und eine ihnen entsprechende Geschwindigkeit. Ich kann aber trotzdem sagen, es geht mir sehr gut in Indien, das Wetter ist toll und das Essen schmeckt! Alles ist total chaotisch, dreckig, laut und voller Menschen. Trotzdem irgendwie schön. Es gibt Tage da verflucht man Indien und die Inder, und Tage an denen findet man einfach alles aufregend, spannend und schön.

Das Wohnheim ist ganz neu gebaut und an westlichem Standard orientiert damit sich die geldbringenden Studenten aus dem Ausland auch recht wohl fühlen. Wir sind zurzeit ca. 15 PJler, die meisten aus Deutschland, die anderen aus den USA, GB oder Neuseeland. Da wir so viele sind, entsteht ein bisschen Klassenfahrt - Feeling.

Unser Tagesablauf sieht so aus, dass wir gegen 9 Uhr im Krankenhaus erscheinen müssen, uns dort bis gegen 1 Uhr aufhalten um dann in der Krankenhauskantine typisch indisch essen zu gehen (d.h. mit Händen, ohne Besteck). Zum Glück muss ich nicht die ganze Zeit Chirurgie machen, sondern kann auch in andere Fachgebiete reinschauen. Bisher war ich außerdem noch in der Kinderchirurgie und diese Woche in der „Community Health“, wo Ärzte in Dörfer fahren um dort Sprechstunden abzuhalten. Nachmittags haben wir manchmal Seminare, die wir nur über uns ergehen lassen müssen. Danach bleibt meistens noch genügend Zeit um mit einer Autorikscha in die Stadt zu fahren um alle Klamotten- und Souvenirläden sukzessiv abzugrasen.

Im Moment verbringen wir unsere Zeit damit, die nächsten Ausflüge zu planen. In dem Fall ist Indien zu verfluchen. Die Fahrten dauern wahnsinnig lange, in total zerfahrenen, stinkenden Bussen. Die Buchung gestaltet sich immer sehr komplikationsreich und bleibt über Stunden spannend (denn es ist nie so genau raus ob man ein Ticket für die gewünschte Reise bekommt oder nicht).

Bisher habe 3 Tage Mumbai überlebt um mich danach 3 Tage in Goa zu regenerieren. Nächstes Wochenende fahren wir nach Hampi (Touristen-Tempelstadt) und danach nach Kerala (ein angrenzender Bundesstaat), wo wir uns ein paar Städte anschauen und noch mal an den Strand legen.

Es könnte mir also schlechter gehen … ;-)

hier ein paar Bilder vom City Market in Bangalore:




"Annexe III" das Wohnheim:

Mittwoch, 5. März 2008

Indien

mit Rikschas vollgetopfte Straßen in ganz Bangalore
Kühe auch am Strand

Palolem, Goa
Müllberge überall
Wäscheplatz in Mumbai
Kühe überall
Mumbai

"Gate of India" in Mumbai

Samstag, 2. Februar 2008

Thailand


Um dem Alltag in Singapur zu entfliehen haben wir (Sebastian, ein Freund von ihm aus Deutschland, Jill und ich) uns auf den Weg gemacht Asien ein wenig zu erkunden. Nach 2 Tagen in Kambodscha sind Jill und ich mit dem Bus nach Bangkok,Thailand geruckelt. Staubbedeckt sind wir dort auf die Jungs getroffen, die den Flug vorgezogen haben. Nach drei Tagen Bangkok haben wir den Nachtbus nach Koh Samui an der Ostküste Thailands genommen. Da die Insel nicht das gehalten hat, was der Lonely Planet und die Postkarten versprochen haben, sind wir an die Westküste gefahren und haben von Ao Nang aus verschiedene Ausflüge auf die Inseln und Regenwälder der Umgebung gemacht.

Jill und ich beim Elefanten quälen und ausbeuten
trotz Lichtschutzfaktor 30 hab ich mir schön das Gesicht verbrutzelt
klares Wasser, weißer Sand ... und auf diesem Bildausschnitt: keine Touristen
"Roti Banana" unser Leibgericht (kann 2-3x tägl. unbedenklich eingenommen werden)
unsere Hütte direkt am Meer auf Koh Samui

Jill und ich kurz vor dem Tauchgang (...naja, eigentlich war es nur Schnorcheln, aber trotzdem aufregend und wenn ich Kontaktlinsen drin gehabt hätte, hätte ich auch was gesehen)
Koah Sun Road in Bangkok, Anlaufpunkt Nr. 1 für jeden Touristen
dank eines Einheimischen haben wir den Tuk Tuk Fahrer übers Ohr gehauen (und er nicht uns)
einer der vielen Buddhas in Bangkok